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Psychosocial help for war-traumatised veterans

Psychosocial help for war-traumatised veterans
Location: Gorazde, BPKanton, Bosnia and Herzegovina
Category: Health
Published: 25 October 2008
Progress:
70% funded
Donors resident in Germany receive a donation receipt for this project.
   
Rating:
52 Ratings
Even 13 years after the end of war through the Dayton-agreement the population in Bosnia and Herzegowina still suffers from the consequences of war.
The population of the town of Gorazde experienced almost four years lasting siege, shelling, and extreme hunger.
But they succeeded also in something unbelievable: to defend the town against the aggressor, who was superior in arms, in soldiers and everything else. “Our courage rose from our desperation: we knew what had happened to the people of the other towns who had been captured…”, says one of the veterans, “but I wish, I had not had to pass through all this….”
Many of the defenders of Gorazde, who had to become soldiers to safe their town, still today suffer from the horrible experiences in this war.
For a long time they couldn’t get any psychotherapeutic help, as there were no therapists in the whole Kanton Gorazde. The trauma of the men / fathers massively afflicts the whole families, and has severe consequences for women and children, too.

Since February 2006 project SEKA started – besides the work with women and children – to work also with war traumatised veterans in a pilot project.
The psychological leader of the project, Gabriele Müller and SEKA-Coordinator Esma Drkenda initiated together with several veterans' organisations the founding of the Veterans’ Club “Svjetlost Drine” = “Light of Drina” (Drina is the river flowing though Gorazde). The Club offers (since beginning of 2007) psycho-social help for war-traumatised veterans. Gabriele Müller supports the work of the Club through therapeutic-educative group-work and individual therapy.
Through the last two years the Club became an important meeting point for the veterans, where they feel safe and welcome, they can meet each other and find support.
A big problem, however, are the finances. It is very hard to get financial support from the Kanton or the town of Gorazde, as this is one of the poorest communities in Bosnia.

Incomplete (1):

  • Rent and energy for the Veterans' Club

    200 Euro. • Still needed: 180 Euro • Published 02 January 2009
    For January we need 200 € for rent and energy costs / heating. The rooms of the Club are the base for the work with the war-traumatized veterans. Please help us to keep them!

Completed (3):

  • Rent and energy for the Veterans' Club

    200 Euro. • Published 25 October 2008
    For November we need an amount of 200 € for rent and costs of energy and heating.

English (6):

German (21)

Supporters (8):

Supporting Teams (1):

    SEKA-Freundinnen und Freunde

Advocates (3):

Advocates are people who vouch for this project on the basis of personal experiences, specific expertise or direct relations.
  • R. Sattelberger

    R. Sattelberger

    F

    Nachdem ich diese Arbeit aus meiner psychotherapeutischen Erfahrung mit traumatisierten Menschen hier in Deutschland schon eine Weile mit Interesse verfolge und unterstütze, habe ich Gabriele Müller nun auch persönlich kennengelernt. Die Arbeit hat mich aus Projektbeschreibungen und Fallgeschichten (sind auf der homepage nachzulesen) bereits tief berührt, weil ich sah, wie viel durch echte Begegnung hier an tiefgehender 'Heilung' geschehen kann - und das bei Menschen, die durch das Schicksal gelernt hatten, niemandem mehr zu vertrauen. Ich finde, dass hier mit extrem geringen Mitteln eine Saat gesät wird, die ein Vielfaches an Früchten bringen wird, was über die persönlichen Schicksale und die der Familienangehörigen hinaus beiträgt zum friedlichen Zusammenleben von Menschen in der Gesellschaft und in Europa. Der Krieg reißt globale Wunden, der Wiederaufbau muss bei in Seele des Einzelnen beginnen. Mich beeindruckt auch die Konzeption der Projekte, die aus den Bedürfnissen der Leute vor Ort entwickelt werden und die die Aktivität und Mitarbeit der Menschen selbst fördern, was nicht nur Geld spart, sondern den Betroffenen ermöglicht, das verloren gegangene Vertrauen in die eigenen (Handlungs-)fähigkeiten wieder zu gewinnen. Gerade Männer glauben oft, 'Stärke' zeige sich darin, alles alleine schaffen, sodass sie sehr spät oder gar nicht Unterstützung suchen. So stellen Veteranenklubs eine gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit dar, ohne 'Gesichtsverlust' Hilfe zu erhalten. Solche Klubs bleiben ohne qualifizierte traumatherapeutische Unterstützung jedoch oft in der gegenseitigen Bestätigung des Unglücks, im Verherrlichen der alten Zeit und Verdrängen der wahren Folgen des Krieges für den Einzelnen stecken. Sie können so aber keine echte Hilfe für den Umgang mit posttraumatischen Symptomen, den Gefühlen der Ohnmacht und des Hasses, den Schuldgefühlen etc. bieten. Deshalb ist der Veteranenverein 'Svjetlost Drine' so etwas Besonderes. Auch die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen, die ja oft mehr als mühsam ist, hilft, eine Sensibilität für Kriegstraumatisierung zu schaffen und damit auch Bedingungen, diese Menschen zumindest nicht fortgesetzt wieder zu traumatisieren, indem sie durch unsinnige Vorschriften oder Behördenwillkür erneut Situationen ausgesetzt werden, in denen sie sich ausweglos hilflos und ohnmächtig fühlen (müssen). Für dies alles steht Gabriele Müller mit ihrer Person ein, die sie aber nicht in den Vordergrund, sondern ganz in den Dienst der Sache, stellt - und erreicht so die Menschen.

Visitors (1):

Visitors have looked at a project with their own eyes.
  • A. Kaplan

    A. Kaplan

    30/M • Berlin, Germany

    In the summer of 2008, my friend Ed and I were on a motorcycle trip through the Balkan states, into Greece, and to Mt. Nemrut, in the east of Turkey. We rode back through Bulgaria and Romania. All in all we were on the road for three months, 13 countries, and over 20,000 kilometers! The experiences were absolutely incredible and both we and the bikes made it. Since I am a big fan of betterplace (and the team in Berlin), Ed and I decided to visit some of the projects that were on our route. One of the projects was SEKA in Gorazde, Bosnia. I wrote about this truly amazing organization and our visit on my own travel site, www.journizer.com, but am pasting the text here as well as a betterplace Visitor. (The text is in German):

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    Auf dem Weg durch Bosnien besuchten wir Gorazde, um ein “betterplace”-Projekt zu besuchen. Unerwartet passierte sehr viel mehr, und nach 24 Stunden fuhren wir weiter mit einigen neuen Freunden und vielen neuen Erfahrungen. Im folgenden schildere ich diesen Besuch des Projekts und der fast unglaublichen Geschichte von Gorazde, SEKA und Svetlost Drine.

    Den Kontakt mit Gabriele (Leiterin des Projekts KUCA SEKA) stellte Aisha von betterplace her. Ein Telefonat mit Gabriele bestätigte unseren Termin am 20. Mai 2008. Gegen 12 Uhr mittags trafen wir zwei der SEKA Arbeiterinnen am Busbahnhof von Gorazde. Sie brachten uns zum SEKA Haus, damit wir die anderen Mitarbeiter und das Projekt kennen lernen konnten.

    Schon die ersten Eindrücke von Gorazde waren ernüchternd. Obwohl der Krieg schon viele Jahre in der Vergangenheit lag, waren noch überall Spuren des Kampfes zu sehen: Viele der Häuser hatten noch Einschuss- und Granatlöcher. Dasselbe galt auch für Straßen und Gehwege. Es waren aber auch viele Leute unterwegs. Reges Treiben herrschte in Cafés und den Läden an der Straße.

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    Nachdem wir das SEKA Haus und die SEKA Mitarbeiter (der ursprüngliche Grund für unseren Besuch) kennen gelernt hatten, brachte uns der nächste Termin (vereinbart von Gabriele) zu Svetlost Drine, der einzige Verein für die psychologische Unterstützung der Veteranen Gorazdes. Gabriele und Esma (beide von SEKA) begleiteten uns zu dem Verein als Kontakter und Übersetzer.

    Das Gespräch mit den Veteranen war unglaublich interessant. Auch Ihre Geschichten sind unfassbar (sogar schon das Wenige, von dem sie erzählt haben) und ihr Engagement für die Hilfe der anderen Veteranen inspirierend.

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    Nach dem Treffen mit den Veteranen hat uns einer davon – Murat – eingeladen, bei ihm zu übernachten. Er ist bei mir (Joscha) hinten auf dem Motorrad mitgefahren zu seiner Wohnung. Da Murat hochrangiger Offizier in der Widerstandsarmee war, kennt ihn fast die ganze Stadt. Er winkte und grüßte sämtlich Passanten und freute sich sehr über die Motorradfahrt und Abwechslung.

    Die Wohnung war in einem alten Plattenbau, in dem auch sehr viele Schusslöcher zu sehen waren. Dort durften wir erst einmal duschen. Anschließend trafen wir ein paar seiner Freunde zum Abendessen und einen Spaziergang durch die Stadt. Obwohl wir seine Sprache nicht sprechen konnten (und er auch kein Wort deutsch oder englisch spricht), verstanden wir uns prächtig. Am Abend kamen noch ein paar weitere Freunde, und wir tranken Bier zusammen.
    Am nächsten Tag gab es Kaffee und nochmals eine kleine Tour mit Murat und den Motorrädern: auf einen Berg im Umland. Von diesem aus wurde die Stadt Gorazde vier Jahre lang belagert. Heute stehen dort noch serbische Panzer und anderes Militärgerät in einem Monument/Park. Sehr beeindruckend und emotional.

    Wir verabschiedeten uns von Murat und den Anderen in Gorazde und bedankten uns für die interessante Zeit und einmalige Gastfreundlichkeit.

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