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Kenia: Bildung und Schutz für kleine Wüstenblumen

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Kenia: Bildung und Schutz für kleine Wüstenblumen
Ort:

Mackinnon Road, Kenia

Kategorie:

Bildung

Veröffentlicht: 07. April 2010
Fortschritt:
1% finanziert
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Gesamtbewertung:
3 Wertungen
Der CAFGEM-Kindergarten ist seit 2003 Herzstück des CAFGEM-Bildungsprojekts in Kenia.
Als registriertes Selbsthilfeprojekt ist er fester Bestandteil der Aufklärungsarbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM). Mädchen werden bei der Aufnahme bevorzugt, um ihnen effektiven Schutz vor der ritualisierten Gewalt zu geben.
Mädchen verschiedener Ethnien gehen in diesen Kindergarten: Duruma, Taita, Somali und Maasai.
Bei der Aufnahme verpflichten alle Eltern sich schriftlich, ihre Mädchen FGM nicht zu unterwerfen. Ab diesem Zeitpunkt werden regelmäßig medizinische Unversehrtheitskontrollen durchgeführt und mit einem Unversehrtheits-Zertifikat dokumentiert.
Diesen Durchbruch zum Kinderschutz konnte CAFGEM mit lokalen
Frauengruppen, Dorfautoritäten und dem CAFGEM-Schulkommittée erreichen.
"Bildung statt Genitalverstümmelung" wurde für alle Bewohner
gut sichtbar auf die Aussenwaende der Einrichtung aufgebracht.
Bisher ist diese Art Bildungseinrichtung einzigartig und erhielt von der kenianischen Behörde den Status eines Role-Models.

Der CAFGEM-Kindergarten ist in einem einräumigen Häuschen untergebracht. Er beherbergt laufend bis zu 80 Kinder in zwei Alters-/Vorschulgruppen und platzt deshalb aus allen Nähten; dringend wird ein zweiter Raum benötigt.

Unterstützer (1):

Fürsprecher (4):

Fürsprecher sind Menschen, die ein Projekt aufgrund persönlicher Erfahrungen, besonderer Sachkenntnis oder direkter Beziehungen empfehlen.
  • N. Schaefer

    N. Schaefer

    M

    Als Lehrer weiß ich, dass Bildung die wichtigste Basis für selbstständige Entscheidungen und wirtschaftliche Unabhängigkeit ist - daher ist Schulbidung (hier dringend benötigte Räume für Vorschulkindergärten) der richtige Ansatz.

  • H. Wulf

    H. Wulf

    W

    Die Arbeit von Tabu e.V. ist wertvoll und wichtig! Beschneidungen müssen verhindert werden! Tabu arbeitet an der Basis!

  • L. Falke

    L. Falke

    W

    Letztes Jahr habe ich einen Kindergarten in Kenia besucht, Genitalverstümmelung war dort kein Thema, obwohl es dort offensichtlich betroffene Mädchen gab. Gut, das diese Einrichtung das Thema aufgreift und aktiv dagegen vorgeht.

  • S. Maron

    S. Maron

    W

    Über Beschneidung zu sprechen bedeutet ein Tabu zu brechen -- es erfordert also sehr viel Mut -- Mut, den ich bei diesem Projekt sehr schätze und bewundere. Als Krankenschwester habe ich Frauen aus verschiedensten afrikanischen Ländern betreut und die unterschiedlichsten Formen der Beschneidung gesehen. Ich weiß, dass dieser Eingriff nicht nur eine körperliche Verstümmlung hervorruft, sondern auch tiefe Wunden in der Psyche und im sexuellem Erleben bewirkt. Deshalb begrüße ich es, dass das Projekt an der Basis, nämlich bei den kleinen Mädchen im Kindergarten ansetzt. Respekt, das das Projekt es geschafft hat, die Mädchen auf Unversehrtheit zu überprüfen.

Besucher (1):

Besucher haben sich direkt vor Ort ein Projekt angesehen.
  • H. Schwinty

    H. Schwinty

    M

    Hallo, mein Name ist Hartmut Schwinty, ich bin Mitglied im Verein TABU und habe das CAFGEM-Projekt zuletzt im Oktober 2009 besucht. Im Kindergarten lernen schon die Kleinen Lieder gegen FGM (Female Genital Mutilation = weibliche Genitalverstümmelung). Ihre Eltern, die Bewohner des Dorfes und die Siedler der gesamten Region werden aufgeklärt über dieses schädliches Ritual. Der jahrelange Einsatz hat sich gelohnt. Regelmäßige Unversehrtheitskontrollen der Mädchen werden mit einer staatlichen Gesundheitsstation professionell durchgeführt. Zertifikate bescheinigen den stolzen Kindern ihre Unversehrtheit. Ein starkes Netzwerk an der Basis macht diesen Erfolg möglich im Kampf gegen eine Menschenrechtsverletzung. Die Arbeit von CAFGEM ist vorbildlich!


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