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Schutz von Ureinwohnerland der Pala'wan

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Schutz von Ureinwohnerland der Pala'wan
Ort:

Bataraza, Gemeinden Sumbiling und Taratak, Palawan, Philippinen

Kategorie:

Menschenrechte & Gute Regierungsführung

Veröffentlicht: 15. Juni 2009
Fortschritt:
67% finanziert
betterplace.org ist eine offene Plattform, auf der jeder sein Projekt vorstellen kann. Dieses Projekt ist in Deutschland als gemeinnützig anerkannt. Wir empfehlen, dieses Projekt zu unterstützen, falls Sie die Organisation, den Projektverantwortlichen, einen Fürsprecher oder einen Besucher kennen, oder Ihnen dieses Projekt von einem Freund empfohlen wurde - und Sie es auf Grund seiner Projektdetails als sinnvoll erachten. 
Gesamtbewertung:
93 Wertungen
Durch die Sicherung der Landrechte an ihrem Ahnenland soll den Pala’wan-Ureinwohnern im Süden Palawans ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung ermöglicht werden.

Im Bulanjao-Bergland leben in den Gemeinden Sumbiling und Taratak 1.600 Mitglieder der indigenen Volksgruppe. Trotz ihrer Jahrhundertealten Siedlungstradition können sie über das Land, auf dem sie leben, nicht frei bestimmen, weil sie keinen notariell eingetragenen Landtitel besitzen. Die Pala’wan sind Jäger und Sammler. Sie leben von dem, was der Wald hergibt und nutzen das Wasser des Sumbiling River.

Der seit den 70er Jahren in Bataraza operierende Konzern Rio-Tuba-Nickel-Mining betreibt seit mehreren Monaten Probebohrungen im Siedlungsgebiet der Pala’wan. Ihr Lebensraum ist von der Ausweitung des Nickelbergbaus und dem damit verbundenen Verlust des Regenwaldes sowie der Verseuchung des Sumbiling-Rivers bedroht. Damit ist ihr Trinkwasser in Gefahr.

Gemeinsam mit der philippinischen Umwelt- und Menschenrechtsorganisation ELAC Palawan arbeiten wir an der Unterschutzstellung des Ureinwohnerlandes. Ziel ist die notarielle Eintragung eines Landtitels (CADT) auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz der indigenen Bevölkerung (IPRA). Damit wäre das Gebiet vor dem weiteren Zugriff durch die Bergbaukonzerne gesichert.

Zur Umsetzung des Projektes brauchen wir finanzielle Mittel, um die Grenzstangen sowie die Vermessung und Kartenerstellung zu bezahlen. Außerdem benötigen wir Fahrtkosten, damit die Pala’wan zur Volkszählung kommen und an den Einwohnerversammlungen teilnehmen können. Ebenfalls wird Geld für die Verpflegung der Teilnehmer an den Versammlungen gebraucht, denn in dieser Zeit können die Pala’wan nicht jagen gehen. Und schließlich müssen die Gehälter von 2 Mitarbeitern unserer Partnerorganisation ELAC bezahlt werden, die das Projekt bis 2011 organisatorisch leiten.

Bitte unterstützen Sie uns mit ihrer Spende damit die Pala’wan in Freiheit und Selbstbestimmung weiterleben können.

Offen (8):

  • 12 Schulungen des „Rates der Ältesten“ 2010

    Ein/e für 30 Euro. • Noch benötigt: 95 Euro. • Veröffentlicht 07. Dezember 2009
    Der Rat der Ältesten ist das oberste gewählte Gremium in der Pala'wan Volkgruppe. Unsere Partnerorganisation bietet für den Rat jeden Monat eine Schulung zum philippinischen Ureinwohnerrecht (IPRA) an. Dafür wird Material und Verpflegung benötigt.
  • Fahrtkosten für Volkszählung

    300 Euro. • Noch benötigt: 200 Euro. • Veröffentlicht 02. Dezember 2009
    Für die Landtitelbeantragung müssen alle Mitglieder der Pala'wan-Volksgruppe exakt erfasst werden, da sie später das Land gemeinsam besitzen. Für die Volkszählung benötigen wir Fahrtkosten.
  • 12 Fahrtkosten für Einwohnerversammlungen in Sumbilin

    Ein/e für 30 Euro. • Noch benötigt: 260 Euro. • Veröffentlicht 07. Dezember 2009
    Monatlich findet in Sumbiling eine Einwohnerversammlung statt. Damit alle Mitglieder der Volksgruppe der Pala'wan an der Einwohnerversammlung teilnehmen können, muss ein Bus oder ein LKW gemietet werden, der die Menschen zum Versammlungsort bringt.
  • 3 Monatsgehälter Projektleitung (2. Quartal 2010)

    Ein/e für 200 Euro. • Noch benötigt: 550 Euro. • Veröffentlicht 07. Dezember 2009
    Für die Umsetzung des Projektes hat unsere Partnerorganisation ELAC Palawan 2 Mitarbeiter angestellt. Die Gehälter betragen pro Monat 200,- Euro. Das sind im Quartal 600,- Euro.
  • 12 Verpflegung für Einwohnerversammlung in Taratak

    Noch nicht aktiviert
    Ein/e für 30 Euro. • Noch benötigt: 360 Euro. • Veröffentlicht 07. Dezember 2009
    Während der monatlichen Einwohnerversammlung können die Pala'wan nicht jagen gehen. Um den Familien an diesem Tag dennoch die tägliche Mahlzeit zu ermöglichen, muss Reis und Gemüse eingekauft werden.

Erfüllt (12):

  • 3 Monatsgehälter Projektleitung (4. Quartal 2009)

    500 Euro. • Veröffentlicht 15. Juni 2009
    Für die Umsetzung des Projektes hat unsere Partnerorganisation ELAC Palawan 2 Mitarbeiter angestellt. Die Gehälter betragen pro Quartal 500,- Euro.

Deutsch (32):

    Danke

    von U. Berger, verfasst vor 9 Tage

    Liebe Projektunterstützer/innen,

    unser Unterstützerkreis hat sich wieder erweitert. Wir danken Charlie Rutz für seine Unterstützung. Wir warten noch immer auf Bilder aus Sumbiling von unserer Partnerorganisation. Sobald diese bei uns ankommen lade

    ...

    ...mehr

Englisch (1)

Unterstützer (24):

Unterstützende Teams (2):

    Leo's Promotion UTOPIA - www.utopia.de

Fürsprecher (6):

Fürsprecher sind Menschen, die ein Projekt aufgrund persönlicher Erfahrungen, besonderer Sachkenntnis oder direkter Beziehungen empfehlen.
  • I. Rosenburg

    I. Rosenburg

    W

    Die Stiftung Nord-Süd-Brücken unterstützt dieses Projekt. Die Sicherung von Ureinwohnerland ist wichtig um die Lebensgrundlagen für die lokale Bevölkerung zu erhalten. Bereits in den 90er Jahren haben wir ein vergleichbares Projekt zur Sicherung von Landtiteln für die Tagbanua und Batak Ureinwohner in Kayasan (Zentralpalawan) unterstützt. Die damalige Partnerorganisation wurde von Frau Mayo-Anda, die heute die Geschäftsführerin von ELAC Palawan ist geleitet. Sie verfügt bereits über große Erfahrung in der Landtitelbeantragung für indigene Gemeinden. Es war damals sehr wichtig, dieses Projekt zu unterstützen, da das Ureinwohnerland in ganz Palawan durch hohen Migrationsdruck und Ressourcenplünderungen in Gefahr war (und immer noch ist). Die erfolgreiche Umsetzung des Projektes hat erheblich zur Stärkung der Rechte der Ureinwohner in Palawan beigetragen. Das Projekt stellte den Beginn einer Reihe von weiteren Landtitelvergaben in der Provinz dar. Der Rückgang der Ureinwohnerzahl in Kayasan konnte gestoppt werden und in eine Zunahme der Bevölkerung umgekehrt werden. Die Batak konnten ihren nomadischen Lebensstil beibehalten, während die Tagbanua im Sitio Kayasan sesshaft sind. Im Laufe der Jahre gelang es, wiederholt Ressourcenplünderer zu fassen und zu bestrafen. Auf Basis des Landtitels ist es den Ureinwohnern möglich, Sammelgenehmigungen für Rattan und Almaciga an Nicht-Ureinwohner auszugeben und dafür Gebühreneinnahmen für ihre Gemeinden zu erheben. Für das Sammeln von Ressourcen wurden auf Grundlage des Managementplans maximale Sammelgrößen pro Person festgelegt. Auch gibt es die Möglichkeit, ein generelles Sammelverbot zu erlassen, von dem z.B. 1998 Gebrauch gemacht wurde, als die Rattanvorkommen stark zurückgingen. Die Ureinwohner sind aufgrund des Landtitels in der Lage, ihr Land in Selbstverwaltung zu nutzen und mit den Ressourcen zu haushalten. Dies sichert ihnen ihre Lebensgrundlage vor Zugriffen von Außen. Für das jetzige Vorhaben gibt es also erfolgreiche Vorläuferprojekte, die zeigen, dass die geplanten Maßnahmen sinnvoll und eine wichtige Voraussetzung zur dauerhaften Verbesserung der Lebens- und Unweltbedingungen der einheimischen Bevölkerung sind.

Besucher (1):

Besucher haben sich direkt vor Ort ein Projekt angesehen.
  • N. Abrea

    N. Abrea

    W

    Ich habe das Projektgebiet der Organisation ELAC Palawan (www.elac.org.ph) in Sumbiling, Bataraza im Süden Palawans im Dezember 2008 besucht. Ich selbst bin Filipina und spreche die Landessprache Tagalog. Obwohl am Rio Tuba seit mehr als 30 Jahren Nickel abgebaut wird, war es für mich das erste Mal, das ich die Minen und die Verhüttungsanlage zu Gesicht bekam. Das Gebiet liegt einfach zu weit weg von der Provinzhauptstadt Puerto Princesa, in der meine Eltern wohnen.

    Zusammen mit dem Projektleiter Dats Sangkula von ELAC Palawan bin ich gut 7 Stunden über Schotterpisten nach Sumbiling gefahren. Überraschend für mich war, wie nah die Nickelmine bereits am Siedlungsgebiet der Pala’wan liegt, in dem sie auch ihre Nahrung sammeln.

    Ich hatte Gelegenheit, mit vielen Pala’wan zu sprechen, wenngleich ihr Dialekt von meinem erheblich abweicht. Einige Mitglieder der Volksgruppe haben ihre Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben schon fast aufgegeben. Das Gefühl, dass sie Menschen zweiter Klasse sind und von den lokalen Politkern in Bataraza ignoriert werden, hat bei ihnen tiefe Spuren hinterlasen. Die Mehrzahl der Pala’wan aber schaut optimistisch in die Zukunft, seit sie merken, dass ELAC sich für ihre Rechte einsetzt. Ich konnte am 18. Dezember 2008 an einer Einwohnerkonsultation von ELAC mit mehr als 100 Pala’wan in Sumbiling teilnehmen. Dort sprach sich die Gemeinschaft dafür aus, den Kampf für die Rechte an ihrem eigenen Land aufzunehmen, auch wenn es mehrere Jahre dauern sollte. Auf der Versammlung wurde ein 20 Mitglieder starkes Komitee aus Frauen und Männern gegründet, dass offiziell als Antragsteller der Petition auf den Landtitel agieren wird. Sie erhoffen sich wirklich viel von diesem Landtitel. Denn sie haben Angst, dass mit ihrem Lebensraum auch ihre Kultur aussterben wird.

    Alle indigenen Völker sind meiner Meinung nach sehr verletzlich und benötigen daher besondere Aufmerksamkeit und Schutz. Sie brauchen Institutionen, die sie in der Wahrung ihrer Rechte unterstützen. ELAC Palawan ist so eine Organisation, die sich seit fast 20 Jahren für vernachlässigte Randgruppen in der philippinischen Provinz Palawan einsetzt. Daher finde ich es gut und wichtig, dass Carpus die Arbeit von ELAC, insbesondere dieses Projekt unterstützt.

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